Gabriele Hülsmann | Perspektiven Coaching

Grabrede/Trauerrede

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„Der Tod ist nichts, ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, Ihr seid Ihr.
Das, was ich für Euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den Ihr mir immer gegeben habt.
Seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich. Betet für mich, damit mein Name im Hause ausgesprochen wird,
so wie es immer war.
Ohne eine besondere Bedeutung, ohne die Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Warum soll ich nicht mehr in Euren Gedanken sein, nur, weil ich nicht mehr in Eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg, nur auf der anderen Seite des Weges.“
(Charles Peguy)

Der Raum der Trauer

Der Tag des Abschieds kommt nie gelegen. Nach langer, verzehrender Krankheit kann er eine Erlösung für die Betroffenen sein. Ob ein viel zu früher, plötzlicher, fremdverschuldeter oder durch eigene Entscheidung eingetroffener Tod, der Verlust eines geliebten Menschen schmerzt unermesslich, lässt Fragen unbeantwortet und führt die, die bleiben in den Raum der Trauer. Ein Bereich im Haus des Lebens, welchen wir im Alltag verdrängen und vergessen, oft aus der Angst heraus das Leben damit zu sehr zu belasten. Ein Raum, dem wir nur, wenn es unvermeidlich ist, unsere ungeteilte Aufmerksamkeit geben. Schon die Mitarbeit an der Gestaltung der Trauerfeier ist ein Stück Trauerarbeit für die Hinterbliebenen. Schwerstkranken Menschen, die sich auf den Tod vorbereiten müssen, bietet sich so noch zu Lebzeiten Raum, mit denen die noch bleiben über vieles zu sprechen, gemeinsam zu lachen und auch zu weinen und sich auf den Abschied vorzubereiten.

Das Leben eines Menschen in einer würdigen Traueransprache in wertschätzende Worte zu kleiden, darin sehe ich meine Aufgabe.

Leistungen und Preise  finden Sie hier.

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